Eine gemeinsame Initiative der deutschen Bundesländer

        

Hinweise zum Internetangebot

Woher kommen die Daten?

Das Länderübergreifende Hochwasserportal wird gemeinsam von den deutschen Bundesländern betrieben.
Jedes teilnehmende Bundesland stellt hierfür laufend aktuelle Daten einer Auswahl von Hochwassermeldepegeln und eine Kurzinformation zur aktuellen Hochwasserlage zur Verfügung.
Weitere Pegeldaten werden von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sowie den zuständigen Behörden der Nachbarländer bereitgestellt (Kontakte).

Ab wann meldet ein Pegel Hochwasser?

Ab wann und in welcher Großenordnung ein Pegel im Hochwasserportal als "Pegel mit Hochwasser" dargestellt wird, hängt von den Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes ab. Bedient ein Pegel zwei Bundesländer, da er am Grenzfluss liegt, so wird der niedrigere Schwellenwert berücksichtigt.

Klassifizierung der Hochwasser-Situation am Pegel:
Land Kleines Hochwasser Mittleres Hochwasser Großes Hochwasser Sehr großes Hochwasser
Bundesländer:
Nachbarländer:
Österreich: Tirol> 5-jährliches Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 30-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
Baden-Württemberg> Hochwassermeldewert bzw. 2-jährl. Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 20-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
BayernMeldestufe 1:
Stellenweise kleinere Ausuferungen
Meldestufe 2:
Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.
Meldestufe 3:
Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtl. Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.
Meldestufe 4:
Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.
BrandenburgAlarmstufe 1:
Beginn der Ausuferung der Gewässer
Alarmstufe 2:
Überflutung von Grünland oder forstwirtschaftl. Flächen, Ausuferung bis an den Deichfuß.
Alarmstufe 3:
Überflutung einzelner Grundstücke, Straßen oder Keller, Vernässung von Polderflächen durch Drängewasser, Deichwasserstände bis halbe Deichhöhe
Alarmstufe 4:
Überflutung größerer Flächen einschließlich Straßen und Anlagen in bebauten Gebieten.
BremenSturmflut-Meldestufe 1:
Meldung
Sturmflut (=1,50 m ü. MThw)

Hochwasser-Meldestufe 1:
Meldung
Beginn des überregionalen Hochwasserdienst (NI)
Sturmflut-Meldestufe 2:
Kontrolle
Sturmflut (=2,00 m ü. MThw)

Hochwasser-Meldestufe 2:
Meldung
Eintritt des Hochwassers in die Überschwemmungsgebiete
Sturmflut-Meldestufe 3:
Bereitschaft / Warnung
Schwere Sturmflut - (= 3,00 m ü. MThw)
Überströmung der Sommerdeiche

Hochwasser-Meldestufe 3:
Kontrolle
Überflutung größerer Flächen in den Überschwemmungsgebieten
Sturmflut-Meldestufe 4:
Bereitschaft / Warnung
Sehr schwere Sturmflut (= 3,50 m ü. MThw)

Hochwasser-Meldestufe 4:
Bereitschaft / Warnung
Weser: Hochwasserabflussrinne
Werdersee/Kleine Weser aktiv
HamburgMittlere Warnstufe:
Beginnende Ausuferungen an den Gewässern
Hohe Warnstufe:
Größere Überschwemmungen auf landwirtschaftlich und forstlich genutzten Flächen, Überflutung bebauter Grundstücke
HessenMeldestufe I:
Meldebeginn überschritten, stellenweise kleine Ausuferungen.
Meldestufe II:
Flächenhafte Überflutung ufernaher Grundstücke, leichte Verkehrsbehinderungen auf Gemeinde- und Hauptverkehrsstraßen, Gefährdung einzelner Gebäude, Überflutung von Kellern.
Meldestufe III:
bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet, Sperrung von überörtlichen Verkehrsverbindungen, Einsatz von Deich- und Wasserwehr erforderlich.
Mecklenburg-VorpommernAlarmstufe I:
Wasserstandsmeldedienst
Alarmstufe II:
Kontrolldienst
Alarmstufe III:
Wachdienst
Alarmstufe IV:
Hochwasserabwehr
NiedersachsenSturmflut-Meldestufe 1:
leichte Sturmflut

Hochwasser-Meldestufe 1:
Bordvoller Abfluss und stellenweise Beginn der Ausuferung.
Sturmflut-Meldestufe 2:
mittlere Sturmflut

Hochwasser-Meldestufe 2:
Ausuferungen hauptsächlich in land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
Sturmflut-Meldestufe 3:
schwere Sturmflut

Hochwasser-Meldestufe 3:
Überflutung größerer Flächen und Überflutung einzelner Grundstücke, Straßen und Keller möglich.
Sturmflut-Meldestufe 4:
sehr schwere Sturmflut
Nordrhein-WestfalenMeldestufe 1Meldestufe 2Meldestufe 3
Rheinland-Pfalz> Hochwassermeldewert bzw. 2-jährl. Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 20-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
SaarlandMeldestufe 1:
Gefahr von kleineren Ausuferungen am Gewässer
Meldestufe 2:
Landwirtschaftliche Flächen, evtl. auch einzelne Gebäude überflutet, örtlich leichte Verkehrsbehinderungen
Meldestufe 3:
Bebaute Gebiete überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen
Meldestufe 4:
Überflutung von Gebieten in größerem Umfang, Gefährdung für Menschen, Tiere, Objekte und Anlagen
SachsenAlarmstufe 1 (Meldebeginn):
Beginn der Ausuferung der Gewässer
Alarmstufe 2 (Kontrolldienst):
Überschwemmung land- und forstwirtschaftlicher Flächen und einzeln stehender Gebäude oder leichte Verkehrsbehinderung; bei eingedeichten Gewässern Ausuferung bis an den Deichfuß
Alarmstufe 3 (Wachdienst):
Überschwemmung von Teilen zusammenhängender Bebauung oder überörtlicher Strassen und Schienenwege; bei Volldeichen Wasserstand etwa in halber Deichhöhe, Vernässung von Polderflächen
Alarmstufe 4 (Hochwasserabwehr):
Überschwemmung größerer bebauter Gebiete mit sehr hohen Schäden, unmittelbare Gefährdung für Menschen und Tiere; bei Volldeichen Erreichen des Bemessungswasser?standes oder unmittelbare Gefahr von Deichbrüchen
Sachsen-AnhaltAlarmstufe 1:
Flussbett bordvoll, stellenweise kleine Ausuferungen.
Alarmstufe 2:
Ausuferungen beginnen, die bei eingedeichten Gewässern bis an den Deichfuß reichen. Land- und forstwirt. Flächen sind überflutet, teilweise leichte Verkehrsbehinderungen an Straßen
Alarmstufe 3:
Überflutung einzelner Grundstücke, Straßen oder Keller möglich. Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen. Bei eingedeichten Gewässern steht das Wasser bis zur halben Deichhöhe
Alarmstufe 4:
Überflutung größerer Flächen, unmittelbare Gefährdung für Menschen, Tiere, Objekte und Anlagen. Standsicherheit der Deiche ist gefährdet. Gefahr der Deichüberströmung.
Schleswig-HolsteinNordsee:
≥ 2,0 m über astronom. Tide
Binnenpegel:
kleines Hochwasser
(> MHW)
Ostsee:
≥1,0 m NN
Nord-Ostsee-Kanal:
≥ 5,4 m über Pegelnullpunkt
Nordsee:
≥ 2,5 m über astronom. Tide
Binnenpegel:
mittleres Hochwasser
Ostsee:
≥1,25 m NN
Nord-Ostsee-Kanal:
≥ 5,5 m über Pegelnullpunkt
Nordsee:
≥ 3,0 m über astronom. Tide
Binnenpegel:
großes Hochwasser
Ostsee:
≥1,5 m NN
Nord-Ostsee-Kanal:
≥ 5,6 m über Pegelnullpunkt
Nordsee:
≥ 3,5 m über astronom. Tide
Binnenpegel:
sehr großes Hochwasser
(> HHW)
Ostsee:
≥ 2,0 m NN
Nord-Ostsee-Kanal:
≥ 6,2 m über Pegelnullpunkt
ThüringenMeldebeginnAlarmstufe 1:
Kontrolldienst an wasserwirt. Anlagen und Gefährdungspunkten
Alarmstufe 2:
Ständiger Wachdienst an wasserwirtschaftlichen Anlagen u. Gefährdungspunkten.
Alarmstufe 3:
Hochwasserabwehr
> 2-jährliches Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 20-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
> 2-jährliches Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 20-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
> 2-jährliches Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 20-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
Schweiz> 2-jährliches Hochwasser> 10-jährliches Hochwasser> 30-jährliches Hochwasser> 50-jährliches Hochwasser
Land Kleines Hochwasser Mittleres Hochwasser Großes Hochwasser Sehr großes Hochwasser

Wann wird eine Landfläche farbig hinterlegt?

Wird vom jeweiligen Bundesland eine aktuelle Kurzinformation zur Verfügung gestellt, so wird diese im MouseOver-Fensterchen und in der Tabelle wiedergegeben und das Land in der Karte eingefärbt. Grün bedeutet, dass keine aktuellen Hochwasserberichte, -warnungen oder -informationen im Internetangebot des Bundeslandes vorliegen. Bei einer gelben Einfärbung liegen entsprechende aktuelle Informationen dort vor.

Wo finde ich weitere Informationen?

Im Internetangebot des jeweiligen Bundeslandes - zu dem Sie mit einem Klick auf die Landesfläche gelangen - finden Sie die vollständigen Hochwasserinformationen (z.B. Berichte oder Warnungen) und weitere Pegelinformationen wie Meldestufen oder Ganglinien. Auch werden meist weitere Pegel dargestellt.
 
Desweiteren können Sie sich auf den Internetauftritten der Nachbarländer bzw. über die Links zu den Küstengebieten über die dortige Hochwasserlage informieren.